Ganz Bayreuth stürmt und blitzt, der Himmel zürnt hernieder.
Kurz und heftig zwar, doch Tage später noch liegt manch verwehtes
Blatt und Ast wie Schuppen auf der Straße.
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Dieses Bild ist langzeitbelichtet und kontrasterhöht.
Die Atmosphäre wirkt daher hell und heiter,
ganz im Gegensatz zur echten Szenerie.
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Blitze schauen und dem Sturm ins Auge sehen und die Ohren (wenn ich
lange hätte wie ein Hund) im Wind flattern lassen. Warn die Haare
vorher noch manierlich, sind's jetzt ganz wild und despektierlich.
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Vom Sturm zerzaust
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Regenbögen, die solchen Stürmen folgen, kann man nur aus dem sechsten
Stock genießen. Soviel Farbe passt in keine Kamera, so viel Ästhetik
in der Geometrie sprengt jeden Bildrahmen. Daher folgt unten links
das Originalbild von der Kamera und rechts daneben jenes, was in meinen
Augen widerhallte.
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Was vom Sturme übrig war...
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Auf meinem Balkon wachsen nur Rosen und Tomaten, isch schwör!
Wie weich im Auge hohe Wiese wogt
vom Wind getrieben wiegend hier und wallend da,
so weich und so von Leidenschaft bewegt
sind Küsse unter zartem Haar.